Raum für Landschaft, Mensch und Natur

Steinfabrik

Dafür stehen wir

Die Steinfabrik direkt am Zürichsee in Pfäffikon steht für die sorgfältige Transformation eines in sich geschlossenen Industrieareals in einen vielfältigen, landschaftlich eingebetteten Ort für Wohnen und Arbeiten – mit hochwertigen Freiräumen und einer substanziellen Aufwertung des angrenzenden Naturraums.
Die Entwicklung umfasst eine moderate Gewerbenutzung, preisgünstigen Wohnraum sowie einen angedachten Kindergarten.

Ausgangslage

Das Areal Steinfabrik liegt zwischen dem Unterdorf von Pfäffikon, dem Zürichsee und dem Natur- und Landschaftsschutzgebiet Frauenwinkel. Diese aussergewöhnliche und zugleich sensible Lage stellt hohe Anforderungen an die zukünftige Entwicklung.

Gesucht war eine Lösung, die attraktives Wohnen und Arbeiten ermöglicht, sich sorgfältig in das Orts- und Landschaftsbild einfügt und gleichzeitig einen deutlichen ökologischen Mehrwert schafft.

Frau arbeitet am Laptop hinter Pflanzen

Arealentwicklung

Wohn- und Arbeitsort

Die Steinfabrik soll zu einem vielfältig genutzten Wohn- und Arbeitsort weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnungsangebote, darunter auch preisgünstiger Wohnraum, sowie gewerbliche Nutzungen.

Neue Natur- und Freiräume

Gleichzeitig bleibt ein grosser Teil des Areals unbebaut. Dadurch entstehen zusammenhängende Freiräume und neue Übergangs- und Naturräume. Das Naturschutzgebiet Frauenwinkel soll nachhaltig erweitert werden.

Die Steinfabrik im Wandel

Nach dem Ende der industriellen Produktion blieb das Areal über Jahrzehnte gewerblich genutzt und für grosse Teile der Bevölkerung kaum zugänglich. Mit der neuen Entwicklung öffnet sich die Steinfabrik nach aussen und bietet ein vielfältiges Wohn- und Gewerbeangebot in einem naturnahen Umfeld.

Die Bebauung wird auf drei Gebäude konzentriert, sodass grosse zusammenhängende Flächen frei bleiben. Der Übergang zum Frauenwinkel und die ökologische Aufwertung des Areals sind zentrale Bestandteile des Projekts.

Der Projektwettbewerb diente dazu, eine qualitätsvolle Lösung für die komplexen Anforderungen an das Areal zu finden. Das Siegerprojekt bildet die Grundlage für die weitere Bearbeitung zum Richtprojekt und das anschliessende Gestaltungsplanverfahren.

Projektwettbewerb

Für die Entwicklung der Steinfabrik wurde ein offener Projektwettbewerb gemäss SIA 142 durchgeführt. 24 Planungsteams beteiligten sich, sieben Projekte wurden für die zweite Bearbeitungsstufe ausgewählt und vertieft. Gesucht war eine Lösung, die Wohnen und Arbeiten ermöglicht, sich sorgfältig in das Orts- und Landschaftsbild einfügt und gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert schafft.

Das Siegerprojekt

Warum dieses Projekt?

Das Preisgericht entschied sich einstimmig für das Projekt der Architektengemeinschaft um Fichter Lamoth Reimann mit Kohler Landschaftsarchitektur. Der Entwurf verbindet eine kompakte Bebauung mit grosszügigen Freiräumen und einer starken landschaftlichen und ökologischen Aufwertung des Areals.

Drei Gebäude statt einer kleinteiligen Überbauung

Der Entwurf konzentriert die geplanten Nutzungen auf drei Gebäudekörper mit begrünten Innenhöfen. Statt das Areal mit zahlreichen einzelnen Häusern, Zufahrten und Wegen zu unterteilen, wird die Bebauung auf wenige kompakte Volumen gebündelt. Dadurch entsteht ein zusammenhängender Freiraum, der die Landschaft des Frauenwinkels weiterführt, während die begrünten Innenhöfe geschützte Aufenthalts- und Begegnungsräume bieten. Nach heutigem Planungsstand werden 130 Wohnungen, davon 47 im preisgünstigen Segment, entstehen, ergänzt durch gewerbliche Nutzungen.

Neue Grünflächen in der Grösse der Insel Lützelau

Die ökologische Aufwertung des östlichen Arealteils ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Durch die Renaturierung entstehen neue Flächen für den Natur- und Landschaftsschutz und der heute teilweise belastete Übergang zum Frauenwinkel wird verbessert.

35’000 m²

ökologisch wertvolle Flächen werden insgesamt geschaffen

Weitere Einblicke in die eingereichten Projekte und ihre Beurteilung bietet der vollständige Jurybericht.

Jurybericht herunterladen

Die nächsten Schritte

Die Bauherrschaft informiert regelmässig über den weiteren Projektverlauf.

  1. Siegerprojekt

    Ausgangspunkt für die weitere Projektentwicklung

  2. Richtprojekt

    Weiterbearbeitung gemäss den Empfehlungen des Preisgerichts und Vertiefung von Freiraumgestaltung, Renaturierung, Wassermanagement, Wegführung und architektonischer Ausgestaltung

  3. Gestaltungsplanverfahren

    Das Richtprojekt bildet die Basis für das gesetzlich vorgeschriebene Gestaltungsplanverfahren.

Fragen und Antworten

Nach aktuellem Planungsstand sind insgesamt 130 Wohnungen geplant. Davon sind 47 Wohnungen als preisgünstige Mietwohnungen vorgesehen. Gemäss Anhang B des Baureglementes der Gemeinde Freienbach werden mindestens 40 preisgünstige Wohnungen gefordert.

Die restlichen 83 Wohnungen werden voraussichtlich im Stockwerkeigentum verkauft.

Das kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. Es folgt zuerst die Überarbeitung des Siegerprojekts zum Richtprojekt, danach das Gestaltungsplanverfahren. Erst nach Rechtskraft des Gestaltungsplans folgen Bauprojekt und Baubewilligung. Ein seriöser Baustarttermin kann deshalb heute noch nicht genannt werden.

Das kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. Die Projektentwicklung befindet sich erst in einem frühen Stadium.

Ja, das wird auch künftig möglich sein. Die Grundeigentümerin sieht diese traditionellen und kulturellen Anlässe als Bereicherung des Wohnumfeldes und wird sichernde Massnahmen mittels Dienstbarkeiten zugunsten der Öffentlichkeit und zu Lasten des Steinfabrikareals vorsehen, damit diese Anlässe auch künftig ohne «Wenn und Aber» durchgeführt werden können.

Das wird im Rahmen des Gestaltungsplanverfahrens in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den SBB geklärt werden müssen. Dabei sind die Bedürfnisse der Fussgängerinnen und Fussgänger sowie der Velofahrenden gebührende Beachtung zu schenken. Für die Auslegeordnung möglicher Varianten und deren Bewertung wird ein spezialisiertes Verkehrsingenieurbüro beauftragt.

Das Steinfabrikareal ist heute praktisch flächendeckend versiegelt, im Umfang von rund 51'000 m². Davon sollen rund 35'000 m² entsiegelt und begrünt werden.

Ein namhafter Teil von rund 14'700 m² ist als Naturschutzgebiet für die Erweiterung des Frauenwinkels vorgesehen, rund 6'300 m² dienen als Pufferbereich zwischen dem Siedlungsteil und dem erweiterten Naturschutzgebiet. Innerhalb des bebaubaren Teils werden rund 15'000 m² nach siedlungsökologischen Grundsätzen begrünt. Davon profitieren die Natur und das Landschaftsbild. Zusätzlich verbessert sich das Mikroklima: Es wird eine grosse Hitzeinsel eliminiert.

Ja, dies entspricht der Idee des Siegerprojektes. Künftige Bewohnerinnen und Bewohner können sich in den drei attraktiven Innenhöfen und dem südlich angegliederten Freiraum aufhalten. In diesem sind auch die notwendigen Spiel- und Ruheflächen vorgesehen.

Weitere Aufenthaltsflächen können die öffentliche Seepromenade und die öffentliche Badi sein. Die übrigen Flächen sollen möglichst natürlich angelegt und nicht unterbaut werden. Die entsprechenden Festlegungen können mit dem Gestaltungsplan planungsrechtlich vorgenommen werden.

Der Bedarf an Parkplätzen richtet sich nach dem Baureglement der Gemeinde Freienbach.

Die effektive Zahl der Parkplätze wird im Gestaltungsplanverfahren durch den Gemeinderat festgelegt. In Anbetracht der nahen öffentlichen Verkehrsmittel (S-Bahn, SOB, Busverbindungen) kann der Gemeinderat die Zahl der Parkplätze gegenüber dem Normbedarf reduzieren. Die Parkierung erfolgt überwiegend in Sammelgaragen unter den neuen Gebäuden.

Gemäss Baureglement der Gemeinde Freienbach sind 30 % der gesamten anrechenbaren Bruttogeschossfläche als Gewerbeflächen anzubieten. Dies entspricht einer Fläche von ca. 10'000 m².

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